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Perfide SVP-Taktik schadet allen

Beitrag vom 03.09.2005 - 0 Kommentare
[ Rheintaler Spezialitäten , Blochers Sturmtruppen ]
Die Rheintaler SVP hat sich bis heute nicht von ihrem bravourösen Sieg in der Abstimmung zu Schengen/Dublin erholt. Zumindest in unserer Region war die Ablehnung deutlich. Folgerichtig gebärden sich die angeblich einzig verbliebenen Vertreter des wahren Volkswillens heute so, als ob sie selbigen gepachtet hätten.
Die Bevölkerung werde von allen Parteien belogen und betrogen, einzig die SVP verteidigt nach eigenen Angaben noch die Verfassung unserer Vorväter und das Selbstbestimmungsrecht der standhaften Schweizerinnen und Schweizer - zuletzt bewiesen in der Stellungnahme zur Ablehnung der Einbürgerungsentscheide in Rheineck. Diese volkstümelnden Vereinfachungen finde ich bedenklich.

Nicht dass ich besagten Personen den Wahlerfolg missgönnen würde, wahrlich nicht. Jedoch wird mir flau im Magen, wenn ich die in den Leserbriefspalten täglich wiedergekauten Horrorszenarien nicht nur lesen muss, sondern dabei auch noch weiss, dass vom Volk gewählte Politiker derart einseitig polemisieren. Die Taktik ist durchschaubar: Streue Angst, Unsicherheit und Zweifel, dann wird das Volk mit Nein stimmen. Der hiesigen SVP ist es offensichtlich egal, um welchen Abstimmungsgegenstand es geht, solange sie nur einen weiteren Sieg erringen kann, und ich bin unsicher, ob dieser in Sachen Personenfreizügigkeit nicht doch noch möglich ist.

Denn die guten Argumente der Befürworter verhallen hohl hinter der Propaganda-Walze der Gegner. Solange Familienväter und -mütter unsicher sind, ob sie bei einem Ja zur Personenfreizügigkeit nicht sofort entlassen werden, solange die arbeitende Bevölkerung Angst um die Sicherheit ihrer Rente hat und solange die Stammtische den Einfall der Osteuropäer fürchten, hat die SVP mit ihrer perfiden Taktik eine Chance. Das Ergebnis wird für alle schlimm und unumkehrbar sein: Betriebe wandern ab, Arbeitsplätze gehen verloren und unser Land kann sich infolgedessen in der totalen Isolation und in aller Ruhe der schweizerischen Eigenarten erfreuen.

Die Rheintaler SVP wird nicht müde, sich als heldenhaften Ueli Rotach im Abwehrkampf gegen die EU darzustellen. Dabei ist sie nichts anderes als die Handbremse am Konjunkturmotor, die die Öffnung der Schweiz verhindert und unsere Unternehmen davon abhält, am dringend nötigen Aufschwung teilzuhaben. Ich kämpfe mit allen verfügbaren Kräften für ein Ja und gegen alle Politiker, die nur die Interessen ihrer Partei im Auge haben und die berechtigten Ansprüche der Bevölkerung auf eine glückliche und gesicherte Zukunft ihren eigenen Zielen unterordnen.

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